Lesetips

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Kinder- und Jugendbücher:


Romane:


Sachbücher:



Tor Seidler: Die Story von Monty Spinnerratz
Das Originalbuch zum ersten großen Kinofilm der Augsburger Puppenkiste!

New Yorks Ratten leben in einer Zweiklassengesellschaft, die von den beiden Hauptfiguren des Buches repräsentiert wird. Der Underdog Monty Spinnerratz wohnt mit seinen Eltern in einem stillgelegten Abflußrohr; Isabella Nobelratz und ihresgleichen führen ein luxuriöses Leben in den verlassenen Lagerhäusern des Hafens. Mit den Menschen leben sie in einer Art friedlicher Koexistenz, denn alljährlich erhält Mr. Dollart, der Besitzer der Lagerhäuser, eine große Tonne voller Geldstücke, das die Ratten auf den Straßen New Yorks zu diesem Zweck zusammenklauben. Doch das süße Nichtstun der Nobelratten ist bedroht: Auf dem Grundstück soll ein Großparkplatz gebaut werden. Guter Rat ist teuer und der Große Rattenrat versammelt sich zu einer Krisensitzung: Geld muß her, und zwar sehr viel, denn das bedeutet den Menschen offensichtlich alles!

Der Retter in der Not ist ausgerechnet der unscheinbare und von allen verlachte Monty Spinnerratz. Monty ist nämlich künstlerisch begabt und bemalt kleine Muscheln, die ihm seine Tante, die Schiffsratte Charlotte, von ihren Reisen über die Weltmeere mitbringt. In einer waghalsigen Aktion gelingt es ihm mit Hilfe seines geschäftstüchtigen Onkels und der Muscheln die Hafenratten zu retten und das Herz der schönen Isabella Nobelratz im Sturm zu erobern.

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Cornelia Funke: Drachenreiter

Weil die Menschen immer mehr zur Bedrohung für die letzten Drachen der Erde werden, macht sich der silberne Drache Lung zusammen mit dem Waisenjungen Ben und dem Koboldmädchen Schwefelfell auf die Suche nach dem sagenumwobenen "Saum des Himmels", der ursprünglichen Heimat der Drachen, die irgendwo im Himalaya versteckt liegen soll. Eine abenteuerliche Reise beginnt ...

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Ralf Isau: Die Träume des Jonathan Jabbok (1. Teil der Neschan-Trilogie)

Jonathan Jabbok sitzt im Rollstuhl. Da er so an den meisten Unternehmungen seiner Mitschüler im Internat nicht teilnehmen kann, hat er sehr viel Zeit für sich. Er vergräbt sich in seine Bücher, aber besonders beschäftigen ihn seine Träume. Diese führen ihn in die fremde Welt Neschan, wo er als kräftiger, gesunder Junge mit Namen Yonathan eine sich ständig fortsetzende Geschichte erlebt. Zunächst sind die Träume für Jonathan eher eine willkommene Abwechslung, um seine Einsamkeit besser ertragen zu können. Als sich aber die Ereignisse in Neschan überschlagen, merkt er, daß die Zeit, in der er träumt, ihm in seinem „wirklichen“ Leben fehlt. Sein Traumbruder Yonathan wird auserwählt, eine alte Prophezeiung zu erfüllen. Er findet in einer Erdhöhle einen geheimnisvollen Stab, der seinem Träger besondere Kraft verleiht. Der Stab galt lange als verschollen, und nur mit seiner Hilfe ist es möglich, das Land von bösen Mächten zu befreien. Vorher aber muß er zu einem weit entfernten Ort, dem Garten der Weisheit, gebracht werden...

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Ralf Isau: Das Geheimnis des siebten Richters (2. Teil der Neschan-Trilogie)

Nachdem Yonathan und sein Freund Yomi das mit einem Fluch belegte Verborgene Land verlassen haben, stoßen sie auf einen seltsamen Schiffsfriedhof, der sich schnell als Hinterhalt entpuppt. Sie geraten in die Hände von Piraten, und von diesem Augenblick an beginnt für sie eine abenteuerliche Reise.
Nicht zuletzt die übernatürlichen Kräfte, die der Stab Haschevet in Yonathan weckt, deuten an, daß er zu einer entscheidenden Figur im Kampf gewaltiger Mächte geworden ist.
Jonathan Jabbok gerät durch die Abenteuer seines Traumbruders in einen Strudel, der ihn vom Leben auf der Erde fortzureißen scheint. Er selbst ahnt, daß die geheimnisvolle Welt Neschan ihn mit jedem Abenteuer, das Yonathan besteht, immer mehr in sich aufsaugt, aber er kann nichts dagegen tun...

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Ralf Isau: Das Lied der Befreiung Neschans (3.Teil der Neschan-Trilogie)

Drei Jahre sind vergangen, seit Yonathans Träume Wirklichkeit wurden. Er ist jetzt nicht mehr der vierzehnjährige, schottische Junge im Rollstuhl. Doch nun, da er in der Welt Neschan lebt, erwarten ihn neue Schwierigkeiten. Bar-Hazzat, der Herrscher Témánahs, schickt sich an, ganz Neschan in seine Gewalt zu bringen. Nur der siebte Richter, so sagt eine alte Prophezeiung, kann diesem Treiben Einhalt gebieten. Und Yonathan ist dieser siebte Richter, und zwar der jüngste, den es je gegeben hat.
Viel zu früh muß er die Ausbildung bei seinem Lehrmeister Goel abbrechen, um sich auf eine Reise zu machen, die ihn um die halbe Welt führt. Nur wenn es ihm gelingt, die sechs karminroten „Augen“ Baz-Hazzats zu finden und zu zerstören, kann er den Zweikampf gegen den übermächtigen, dunklen Herrscher wagen. Zum Glück hat Yonathan verläßliche Helfer: den Stab Haschevet und seine alten Freunde, die ihn schon auf seiner ersten Reise begleiteten. Doch seine Zuversicht wird bald auf eine harte Probe gestellt.
Bar-Hazzat hat seine Augen nicht schutzlos gelassen. Und zu allem Übel hat er auch noch einen gefürchteten Jäger auf Yonathans Fährte gesetzt - einen, den der siebte Richter zu allerletzt erwartet hätte...

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Ken Follett: Der dritte Zwilling
Als die Polizei Steve Logan festnimmt, glaubt dieser zunächst an ein Mißverständnis. Lisa Hoxton, eine Studentin, ist auf dem Universitätsgelände auf brutale Weise mißbraucht worden, und Steve wird als Täter verdächtigt. Bei einer Gegenüberstellung wird er eindeutig vom Opfer identifiziert. Ein DNS-Test soll die endgültige Gewißheit bringen. Die Analyse ist positiv.

Alles spricht gegen Steve. Seine einzige Hoffnung im Kampf um seine Freiheit ist die junge Zwillingsforscherin Jeannie, zugleich Lisas beste Freundin. Doch je mehr Jeannie über das Geheimnis von Steves Herkunft herausfindet, um so stärker wird der Druck von politischen und anderen Kräften, die sich ihr in den Weg stellen. Denn hinter jenem dunklen Zwilling erscheint ein ganzes Heer von schattenhaften Gestalten, von denen jeder einzelne ihr Feind oder ihr Freund sein könnte, ihr Liebhaber - oder ihr Mörder ...

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Mary Higgins Clark: Sieh dich nicht um
Lacey Farrell hat es geschafft - sie gehört zu den erfolgreichen Immobilienmaklerinnen New Yorks. Als sie unfreiwillig Zeuge eines Mordes wird, nimmt ihr Leben eine dramatische Wende. Isabelle Waring, eine ihrer Klientinnen, wird erschossen. Warum? Weil sie zu hartnäckig nach dem Mörder ihrer Tochter Heather suchte und nie an deren Selbstmord glaubte? Weil sie womöglich Beweise für den Mord gefunden hatte?

Im Sterben bittet Isabelle Lacey, das Tagebuch ihrer Tochter zu lesen. Lacey, neugierig geworden, tut das, und bringt sich damit in große Gefahr. Das Tagebuch nämlich legt, wenn auch verschlüsselt, die Spur nicht nur zum Mörder Isabelles ... Kein Wunder, daß der Mörder nun hinter dem Tagebuch her ist, und hinter Lacey - denn diese hat ihn gesehen und könnte ihn identifizieren. Die Polizei bringt Lacey daher in einem Zeugenschutzprogramm unter. Lacey muß eine neue Identität annehmen. Als Alice Carroll und völlig abgeschnitten von ihrer Familie soll sie in Minneapolis warten, bis der Mörder gestellt ist. Keine leichte Aufgabe, denn Lacey/Alice liebt ihre Familie und ihren Job - und jetzt bleiben ihr nur noch die wöchentlichen Telefonate mit Mutter und Schwester. Unwissentlich gibt Lacey Informationen weiter, aus denen der Mörder auf ihren Aufenthaltsort schließen kann, und so setzt er sich erneut auf ihre Spur. Jetzt hat Lacey nur noch eine Chance: sie muß den Mord auf eigene Faust aufklären, und zwar dort, wo er geschah. Sie fliegt also nach New York zurück...

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Hermann Weigand: Chiemo
Chiemo, der Sohn einfacher Leute, setzt sich in einer von Machtkämpfen geprägten Zeit unerschrocken für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit ein. Er gewinnt die Freundschaft des jungen Bayernherzogs und wird zum Mittler zwischen zwei verfeindeten Volksstämmen.

Im 10. Jahrhundert ist das mönchische Kulturerbe im bayerischen Stammland durch die Einfälle der Ungarn bedroht. Auch Chiemo und seine Sippe müssen sich mit den feindlichen Invasoren auseinandersetzen. Als sich Chiemo mit einem gefangenen Ungarn anfreundet, wird er von seinem Vater als Scholar dem Kloster Herrenwörth überstellt. Aber das Schicksal geht seltsame Wege.

Auf dem Wörth wird Chiemo Schüler eines Klausners. Ihm imponiert es, mit welch unbeugsamer Energie sich sein Schüler für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit einsetzt und vermittelt ihm sein umfassendes Wissen.

Das Schicksal führt Chiemo schließlich an der Seite des späteren Herzogs von Bayern an die Fürstenhöfe der Feinde. Dort lernt er die Sitten und Gebräuche der Hirtennomaden kennen. Trotz wachsender Spannung zwischen ihren Völkern vertieft sich die ungewöhnliche Freundschaft. Mit der Brandschatzung der bayerischen Gaue durch ungarische Steppenreiter wird sie auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Dieser fesselnde Roman entführt den Leser in die faszinierende Zeit des Mittelalters und läßt ihn an Schauplätzen unserer näheren Heimat zwischen Chiemsee und Salzburg große Ereignisse des 10. Jahrhunderts miterleben.

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Paul Harding: Das Haus des roten Schlächters
London 1377. Das "finstere Mittelalter" geht langsam seinem Ende entgegen. In diesem diffusen Licht einer heraufdämmernden Zeit versucht der königliche Coroner, Sir John gemeinsam mit seinem Schreiber, dem scharfsinnen Ordensbruder Athelstan, eine Reihe mysteriöser Mordfälle aufzuklären.

In einem schwerbewachten Raum der doppelt gesicherten Nordbastion des Tower wird der Kommandant der Garnison mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Dorthin hatte er sich zurückgezogen, weil er, vorgewarnt durch ein geheimnisvolles Zeichen, ein Attentat auf sein Leben fürchtete. Dennoch kann er seinem angekündigten Schicksal nicht entgehen. Ebensowenig wie drei seiner ehemaligen Kampfgefährten, die innerhalb weniger Tage ähnlichen Mordanschlägen zum Opfer fallen. Auch sie hatten vorher die gleiche mysteriöse Drohung erhalten: die Zeichnung eines Schiffes und einen kleinen Sesamkuchen. Auf diese Weise pflegen die Assassinen in Palästina ihren Opfern den Tod anzukündigen. Eine verwickelte und geheimnisvolle Geschichte, in die Sir John und Athelstan da geraten sind ...

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Nicholas Evans: Der Pferdeflüsterer
"Seit jenem Augenblick, als dem ersten Pferd ein Halfter angelegt wurde, gab es unter den Menschen einige wenige, die in die Seele der Tiere schausen konnten. Oft hielt man sie für Zauberer, vielleicht waren sie das auch. Und da sie Geheimnisvolles leise in gespitzte Ohren flüsterten, nannte man die die Pferdeflüsterer."
Sie leben in einer heilen Welt, mit großzügiger Wohnung am Central Park und einem Bauernhaus auf dem Land. Sie scheinen alles zu haben: Annie Graves eine Karriere als Top-Journalistin, ihr Mann Robert eine erfolgreiche Anwaltspraxis, die dreizehnjährige Tochter Grace ihr geliebtes Pferd Pilgrim. Doch dann geschieht an einem strahlend blauen Wintertag das Unfaßbare. Ein tragischer Verkehrsunfall läßt Grace schwer verletzt und Pilgrim bösartig geworden zurück.

Wie betäubt versuchen Annie und Robert mit diesem Schicksalsschlag fertigzuwerden, aber sie müssen hilflos mitansehen, wie Grace sich hinter eine Mauer des Schweigens zurückzieht. Mit jedem Tag versinkt das Mädchen, traumatisch berührt von dem Unfall und des Schicksal ihres Pferdes, immer tiefer un ohnmächtige Trauer und blinde Wut. Bis ihre Mutter erfährt, das es Männer gibt, die verstörten Pferden helfen können - sie werden "Pferdeflüsterer" genannt.

Mit ihrer Tochter und dem fast nicht mehr zu bändigenden Pilgrim bricht Annie schließlich auf, quer durch den amerikanischen Kontinent zu Tom Booker. Er ist einer dieser Schamanen, und nach längerem Zögern erklärt er sich bereit, mit dem Pferd zu arbeiten. Er tut dies nicht nur aus Mitleid mit dem Tier und seiner jungen Besitzerin, sondern auch wegen Annie, zu der er sich stark hingezogen fühlt. Und so werden die Wochen in Montana alle für immer verändern...

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Susanna Tamaro: Der Zauberkreis
Rick hat eine Mama mit großen spitzen Ohren und einem buschigen Schwanz. Rick ist ein Junge und seine Mutter ist eine Wölfin mit Namen Guendy. Zusammen mit Ursula, einer weisen alten Äffin, und vielen anderen Tieren leben sie im Zauberkreis, mitten in einer großen Stadt. Die Menschen setzen keinen Fuß dorthinein, weil sie Angst haben, daß sich im Zauberkreis Ungeheuer verstecken könnten, und so leben die Tiere glücklich und zufrieden. Doch eines Tages verschwindet der Zauberkreis, und die Tiere müssen sich in der häßlichen und verworrenen Welt der Menschen zurechtfinden. Es ist eine Welt ohne Blumen, ohne Tiere und ohne Liebe zu den kleinen Dingen. An der Spitze von alldem steht Seine Speckige Ferkeligkeit Wabbel I., ein schwitzendes und stinkendes Ekel, dessen Traum es ist, alles zuzubetonieren. Wo er auftaucht, verdrängt er das Lebendige, und statt dessen bevölkert sich alles mit Hyper-Mega-Supermärkten, Wolkenkratzern, gigantischen Bildschirmen und Parabolantennen. Rick hat sich tief im Herzen das Glück des Zauberkreises bewahrt, doch er ist klein und allein, seine Feinde hingegen sind groß und überall. Wird es ihm gelingen, sie zu besiegen? Und wie?

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Charlotte Link: Das Haus der Schwestern
Eigentlich war die Weihnachtsreise ins Hochmoor von Yorkshire als Geburtstagsgeschenk gedacht - und als letzter Versuch zur Rettung einer zerrütteten Ehe.

Doch für das deutsche Ehepaar Barbara und Ralph Amberg läuft von Anfang an alles schief. Bereits in der ersten Nacht schneidet ein Schneechaos das von ihnen gemietete Westhill House völlig von der Außenwelt ab. Ruhelos und getrieben durchstöbert Barbara die Räume des alten Farmhauses und sieht sich plötzlich mit der Lebensgeschichte jener Frau konfrontiert, der Westhill House einmal gehört hat: Frances Gray. Eine Frau, die so entschlossen, unabhängig und widersprüchlich war, daß sie ihrer Zeit stets einen Schritt voraus schien. Die sich immer nahm, was sie wollte, und die tat, was sie allein für richtig hielt - gegen alle Konventionen und manchmal sogar gegen die eigenen Gefühle. Eine Frau, die für die Menschen, die sie liebte, alles riskierte, die aber zur Ehe mit dem einzigen Mann in ihrem Leben nicht den Mut fand. Eine Frau, die weder Tod noch Teufel fürchtete - nur den Verlust der Heimat. Bis sie sich eines Tages mit einem dramatischen Handstreich aller Bedrohungen entledigte. Und Schuld für den Rest ihres Lebens auf sich lud. Wie in Trance taucht Barbara beim Lesen in ein beklemmendes Geflecht aus Liebe und Haß, Verachtung, Abhängigkeit und unbändigem Freiheitswillen. Mehr und mehr identifiziert sie sich mit Frances, entdeckt Parallelen, blickt in die Abgründe ihrer eigenen Seele. Und schließlich ist eine Entscheidung unausweichlich, die nicht nur Barbaras Leben radikal verändern wird, sondern auch das Schicksal von Frances Gray vollendet...

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Rita Mae Brown: Schade, daß Du nicht tot bist
In kleinen Städten geht es zu wie in großen Familien: man lebt nahe beieinander, aber trotzdem möchte jeder, daß seine kleinen Geheimnisse nicht ans Licht kommen. Besonders dann, wenn es wie in Crozet, Virginia, mörderische Geheimnisse sind ...

Der Ort hat seit kurzem eine neue Postmeisterin, Mary Minor "Harry" Harristeen, Mitte Dreißig. Niemanden stört es, daß sie ihre Tigerkatze Mrs. Murphy und ihren Hund Tee Tucker mit zur Arbeit nimmt. Und es stört auch keinen, daß Harry die eingehenden Postkarten liest, ehe sie sie auf die Postfächer verteilt. Eines Tages auch die, auf denen ein steinerner Grabengel zu sehen ist und auf der steht "Schade, daß Du nicht hier bist". Erst als der Adressat Kelly Craycroft, der erfolgreichste Geschäftsmann in Crozet, tot aus seinem Zementmischer gezogen wird, beginnt sie zu stutzen.

Aber da ist Mrs. Murphy, die Tigerkatze, längst hellwach. Mord, meint sie, ist schon eine eigenartige Methode der Menschen, ihre Probleme zu lösen. Doch ihre Neugier überwiegt. Gemeinsam mit Tee Tucker macht sie sich auf die Spurensuche - den Menschen immer eine Schnurrhaarlänge voraus. Denn auch diese, Harry und der Sheriff an der Spitze, beschäftigen sich natürlich mit der Lösung des Falls ...

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Gilbert Sinoué: Der blaue Stein
Wenige Jahre vor Kolumbus´ Aufbruch nach Amerika reiten ein Rabbi, ein Scheich und ein junger Franziskanermönch quer durch Spanien, das ganz im Zeichen der christlichen Rückeroberung steht. Schroffe Aristokraten und fanatische Kleriker sorgen mit Grausamkeit und Strenge für den Vorrang der Staatsräson. Den Großinquisitor muß das gemeinsame Vorgehen der drei gelehrten Männer beunruhigen, sind sie doch auf der Spur einer mysteriösen Saphirtafel, deren Inschrift einem auserwählten Geschlecht in dunklen Stunden der Geschichte Rettung verheißt. Es ist also auch kein Zufall, daß sich die willensstarke, schöne und gebildete Dona Manuela Vivero, eine Freundin der Königin Isabel, den drei kabbalistisch Bewanderten anschließt...

Vor dem bewegten Hintergrund einer Zeit des Umbruchs mit ihren brisanten religions- und geistesgeschichtlichen Fragen schickt Gilbert Sinoué seine Helden in einen virtuosen Wettlauf um den „blauen Stein“, den aufzuspüren und zu entschlüsseln auch die Leser dieses großen historischen Romans nicht zur Ruhe kommen lassen wird.

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Michael Ondaatje: Der englische Patient
Michael Ondaatjes Romane erzählt von vier Menschen, allesamt Strandgut eines Krieges, der längst weitergezogen ist, zwischen denen ein vielschichtiges, eigenartiges Beziehungsgeflecht entsteht. Sie treffen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in einer zerbombten Villa bei Florenz aufeinander. Da ist der „englische Patient“, ein Flieger, der über der nordafrikanischen Wüste abstürzte, ein schwarz verbrannter Körper und eine Stimme, mehr nicht. Caravaggio, einst ein Dieb, der als Spion auf der Seite der Alliierten gearbeitet hat; Kirpal Singh, genannt Kip, ein juner Sikh aus dem Pandschab, Spezialist im Entschärfen von Bomben; Hana, eine kanadische Krankenschwester, die den Sterbenden ebenso liebevoll pflegt wie den verwilderten Garten der Villa.

In Gesprächen, Monologen und Rückblenden erfinden sie sich eine eigene Zivilisation, schaffen einen Bereich fragiler Intimität. Hana liest dem Engländer vor, Robinson Crusoe, Die Kartause von Parma, er erzählt von Herodot und der romantischen Liebe zu einer schönen, hochmütigen Engländerin. Kip sucht die Umgebung nach Bomben ab und schläft nachts mit Hana im Zelt. Erst allmählich kristallisiert sich die Geschichte eines jeden aus dem Gewebe der Erzählung heraus: Caravaggio hat seinen Beruf und seine Berufung verloren, als ihm, dem gefangenen Spion, die Hände verstümmelt wurden. Hanas Vater ist im Krieg verbrannt, ihr Kind und der Vater ihres Kindes sind umgekommen. Kip wird heimgesucht von Erinnerungen an das, was ihm zwischen London, Neapel und Arezzo zugestoßen ist. Und der englische Patient hat gut daran getan, seinen Namen zu vergessen: er, das geheime Zentrum, um das alles kreist, ist, wie sich herausstellen wird, eine ganz und gar zwielichtige Figur, vielleicht ebenso Täter wie Opfer.

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Carl Oskar Renner: Der wilde Ritter Heinz vom Stein
Über der Ortschaft Stein an der Traun an der Bundesstraße 304 zwischen Trostberg und Traunstein gelegen, erhebt sich - weithin sichtbar über einem steilen Felsabsturz - ein altes, wohl aus dem 12. Jahrhundert stammendes steinernes Schloß. In der Felswand darunter verbergen sich die weitläufigen Gänge einer Höhlenburg, die in Deutschland ihresgleichen sucht.
Die wechselvolle Geschichte dieser Burgen und die damit verbundenen Sagen und Legenden haben immer wieder die Phantasie von Schriftstellern beflügelt, diesen überlieferten Stoff in Stücke oder Erzählungen zu fassen.
Das vorliegende Buch ist wohl die bekannteste Fassung des Stoffes um den Raubritter Heinz vom Stein, der auf besagten Burganlagen gehaust haben soll.
Carl Oskar Renner erzählt hier die Geschichte eines jungen Ritters, der nach seinen Ausbildungsjahren auf der Burghausener Burg mit Kaiser Friedrich Barbarossa den Kreuzzug mitmacht und dabei von diesem die Schwertleite bekommt, also zum Ritter geschlagen wird. Nach allerlei bewegten Abenteuern in den fremden Ländern kommt der Herr vom Stein wieder nach Hause zurück, in seinem Gefolge seine ägyptische Gefährtin Sahira. Er muß sich den Sitz seiner Väter wiedererobern, nachdem dieser zwischenzeitlich von den Baumburger Klosterherren übernommen worden war. Dies gelingt zwar, aber die Dinge auf dem Stein nehmen in den folgenden Jahren einen immer unglücklicheren Verlauf. Der von seinen eigenen Leuten zu verantwortende Tod seiner Sahira verbittert ihn zutiefst, die wirtschaftlichen Probleme der damaligen Zeit tun ein übriges, daß aus dem stolzen Kreuzritter allmählich ein Raubritter wird, den all seine Nachbarn schwer bedrängen und immer wieder in große Schwierigkeiten bringen. Als er sich dann auch noch fremde Mädchen ins Schloß holt, verstärken sich die Anfeindungen der Mächtigen im Bayernlande und im angrenzenden Salzburger Gebiet. So wird die Front gegen ihn schließlich übermächtig..
Carl Oskar Renner ist es hier einmal mehr gelungen, zahlreiche historische Quellen zusammenzufassen und mit seiner kernigen Sprache und seiner reichen Phantasie einen historischen Roman zu schreiben, der sich spannend liest und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

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Catherine Gaskin: Ein Falke für die Königin
Eine geheimnisvolle Botschaft an den Rand einer chinesischen Schriftrolle gekritzelt - das ist die letzte Nachricht von William Howard an seine Schwester Kirsty in China. Worte, die sie in das Haus ihrer Ahnen in Schottland zurückführen, wo ihr Bruder bei einem Jagdunfall umkam.
Es ist eine sonderbare, geheimnisumwitterte Welt, die die junge Kirsty vorfindet: einen arroganten alten Mann - ihren Großvater -, der eine der besten Whiskybrennereien der Welt führt; zwei Frauen, die das große Haus besorgen - jung und keck die eine, alternd und mißtrauisch die andere; Callum Sinclair, der, den Falken auf der Hand, über die Moore reitet; das gräfliche Schloß, wo die lebenslustige Lady Margaret üppige Feste feiert. Auf der Suche nach der Bedeutung der geheimnisvollen Botschaft gerät Kirsty sehr bald schon in Verwicklung mit jedem dieser Menschen. Jeder kämpft um sein Quentchen Glück. Liebe und Leidenschaft erwachen, Mißtrauen verstärkt sich, Ehrgeiz wird zu tödlicher Gefahr. Und je mehr sich Kirsty des Rätsels Lösung nähert, um so dramatischer wird die Handlung, die einem furiosen Höhepunkt zutreibt.

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Marianne Fredriksson: Simon
Simon wächst als Adoptivkind von Karin und Erik, der Schiffsbauer und Arbeitersohn ist, in einem Haus an der Küste vor Göteborg auf, dort wo der Fluß ins Meer mündet und ein Eichenwald die Landschaft verzaubert. Aber es ist eine unsichere und angsterfüllte Zeit, denn der Zweite Weltkrieg steht kurz bevor. Karin, eine warmherzige und kluge Frau, deren Tür für alle immer offen steht, tröstet und hilft so gut sie kann und nährt, wie auch ihr Mann, den Glauben an das Gute.
Simon stammt aus einer heimlichen Verbindung von Eriks Cousine mit einem verschwundenen jüdischen Musiker aus Deutschland. Um den Jungen zu schützen, verschweigen Karin und Erik ihm seine wahre Geschichte. Doch Simon ist sehr sensibel und meint, er habe die Sorgen, die er in den Augen seiner Mutter lesen kann, verschuldet. Und so begibt es sich auf eine Suche, die ihn bis zu den Ursprüngen bringt.

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Heinrich Breloer, Frank Schauhoff: Mallorca, ein Jahr
Dieser Roman ist eine Entdeckungsreise in das wahre Mallorca, ins Innere einer Insel, die hinter den Mauern der Touristenghettos ihr eigenes Leben führt.

Michael Weidling, Fernsehjournalist im Bonner Politiktheater, steckt in einer Krise. Nach einem Blackout beim Kanzler-Interview kracht auchnoch das Kartenhaus seiner Liebesbeziehung zusammen. An diesem Wendepunkt seines Lebens nimmt er sich eine Auszeit, geht vom Spielfeld und läßt sich auf das Abenteuer einer fremden Welt ein.

Es beginnt eine unerwartete Liebesgeschichte, eine deutsch-spanische Freundschaft mit Toni, dem mallorquinischen Architekten, und mit Tomeu, einem geheimnisvollen, mächtigen Mann, der ihm viele Türen und die Augen für eine unbekannte Welt öffnet. Der Leser wird heimisch auf dem Marktplatz von Llucmajor, wo alle Fäden zusammenlaufen, und in der Bar Colón, wo der Losverkäufer Enrique und der Friseur Augustin die Inselgerüchte weitertragen. Mit den Augen der Hauptpersonen erlebt er das andere Mallorca, seine Menschen, die uralten Traditionen und Feste, die fast unsichtbaren Machtverhältnisse, die etwas bizarre Kolonie der deutschen Inselbewohner. Vor dem Hintergrund der farbigen mediterranen Landschaften, die ihr Gesicht im Verlauf der Jahreszeiten verändern, erlebt der Leser, wie Michael Weidling gerade in der Fremde zu sich kommt und auf der Insel heimisch wird.

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Charles Frazier: Unterwegs nach Cold Mountain
Verwundet im amerikanischen Bürgerkrieg, wird der junge Soldat Inman zum Deserteur. Die Reise zurück nach Cold Mountain, seiner Heimat in den Bergen von North Carolina, zurück auch zu der von ihm geliebteb Ada, führt ihn durch sein zerstörtes Land. Auch innerlich tief verletzt von der erlittenen Gewalt, sind es vor allem die Liebe und die Sehnsucht nach einem Ort des Friedens, die Inman auf seinem gefahrvollen und einsamen Weg vorantreiben.
Unterdessen befindet sich Ada auf einer anderen Reise. Als wohlbehütete Tochter eines Pastors aus der Stadt nach Cold Mountain gekommen, ist sie nach dem Tod ihres Vaters dem ländlichen Leben hilflos ausgeliefert. Doch zusammen mit Ruby,einem heimatlosen Mädchen, das ihr wohlmeinende Nachbarn schicken, gelingt es ihr nach und nach, die väterliche Farm zu bewirtschaften. Zwischen den beiden so ungleichen Frauen entsteht eine enge Freundschaft, durch die Ada die Zeichen der Natur zu deuten lernt und ein zuvor nicht gekanntes Selbstbewußtsein entwickelt. In Adas und Inmans Bewegung aufeinander zu, in der Geschichte ihrer Liebe, wird der spärlich besiedelte Cold Mountain zu einem mythischen Ort des Versprechens, zu einem Inbegriff von Heimat, der über alle Zeit hinweg zu uns spricht.

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Dr. Christian Soika: Bei uns - Geschichte und Kultur zwischen Chiemsee und Salzach
Ein Buch über das Land zwischen Chiemsee und Salzach, das dazu beitragen will, daß Einheimische und Besucher dieses Gebiet, das die beiden Kulturregionen des östlichen Chiemgaus und des Rupertiwinkels umfaßt, in seiner Schönheit und in seinen Besonderheiten näher kennenlernen können.

Der erste Teil beschäftigt sich mit der Geschichte des Gebietes: Erd- und Landschaftsgeschichte von vor 200 Millionen Jahren bis heute; Spuren früherer Kulturen, die durch Ausgrabungen an verschiedenen Orten unserer Region gefunden wurden, über das Mittelalter bis in unsere Zeit. Anschließend erfährt der Leser über Kirchen, Klöster und den Klerus: Kloster Herrenchiemsee, Frauenchiemsee, Baumburg und Wallfahrtstätten rund um den Waginger See werden vorgestellt. Über Burgen und Schlösser, Städte und Märkte wird der Leser ausführlich in Wort und Bild informiert. Wirtschaftsfaktoren einst und jetzt fehlen ebenso wenig wie ein Ausflug in die Musikgeschichte des Chiemgau und Rupertiwinkel.

Ein wunderschönes, mit vielen ausgezeichneten Fotografien ausgestattetes Buch über unsere Heimat.

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Sixtus Lanner: Der Stolz der Bauern
Hier legt der Vordenker der europäischen Agrarpolitik, Sixtus Lanner, sein programmatisches Werk zu Geschichte und Zukunft des Bauerntums vor. Der Schöpfer des Begriffs „Ländlicher Raum“ und langjähriger Präsident der Agrarkommission des Europarates führt zunächst durch die historische Entwicklung des „Dritten Standes“ von der Bauernbefreiung über die Krise der Zwischenkriegszeit bis in die 50er und 60er Jahre, als die karge Romantik des bäuerlichen Lebens von den Segnungen der Wohlstandsgesellschaft überstrahlt wurde. Schließlich wird die Position des Landwirtes in der sich nach Osten öffnenden EU abgesteckt.

Lanner stellt die Frage nach der Überlebensfähigkeit des Kleinbauern und beantwortet diese mit dem Modell des ländlichen Raums. Die zunehmende Vernetzung des Bauern mit seiner lokalen Lebenswelt anstelle der großen bürokratischen Einheiten, die im EU-Zeitalter so sehr gefürchtet werden, wird ebenso behandelt wie die Rolle der Genossenschaften, das Abrutschen in Kreditabhängigkeiten und das Aufkommen des Nebenerwerbsbauern.

Ein visionäres Buch über die Rolle und die Möglichkeiten eines unentbehrlichen und doch bedrohten Gliedes unserer Gesellschaft.

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Gunter Steinbach (Hrsg.): Werkbuch Biotopschutz
Die Pflanzen und Tiere unserer heimischen Natur benötigen vernetzte und weitgehend unzerstörte Lebensräume. Nur durch deren Erhalt können wir diese Arten retten.

Im Biotopschutz kann sich jeder einzelne engagieren, in Gruppenarbeit läßt sich jedoch mehr erreichen. Neben Aktionen vor Ort gilt es mit Politikern und Behörden zu verhandeln. Dieses Buch bietet alle notwendigen Informationen für die aktive Naturschutzarbeit.

Die Kenntnis ökologischer Zusammenhänge ist Voraussetzung für einen wirksamen Naturschutz. Daher werden alle wichtigen Lebensraumtypen Mitteleuropas in ihrer natürlichen Struktur, in ihrem Einfluß durch die Zivilisation und den notwendigen Maßnahmen zu ihrem Erhalt übersichtlich dargestellt.

Das Werkbuch Biotopschutz gibt viele Anregungen, stellt Forderungen und macht Mut!

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Helmuth Zebhauser: Chiemgauer Alpen - Wasser, Moore, Wälder, Felsen
Dieses dunkelschöne Waldgebirge muß man durchwandern. Wer tief hineinschaut, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was sind das für Wälder, was sind das für Steine? Woher kommt die Vielgestalt? Man geht duch den Naturwald, durch Salforste und Hammerwälder, man wandert über Schwärzersteige und Wallfahrtswege. Da stehen noch Stätten des alten Glaubens, daneben prächtige Wirtshäuser, und hoch droben die Gipfelkreuze. Bergdohlen kreisen. Ein Träumer hockt zwischen Blumen im Gras. Auf den Almen weiden die Rinder. Am Kamm schauen die Wanderer über das Gipfelgewoge zu dunstigen Fernen. Der Wind streicht übers Borstgras. Die Luft ist reiner, das Licht silbriger, die Nacht klarer als in den Städten. Das Chiemgauer Bergland umschlingt den, der es sucht, auf wundersame Weise.
Dieses Buch erzählt und nennt Wege, auf denen sich eine Welt am Schnittpunkt von Vergangenheit und Gegenwart erleben läßt. Mit prallem Text und prächtigen Bildern, mit Tabellen und Grafiken, mit Skizzen und Zeichnungen wird ein farbiges Bild dieses blaugrünen Berg- und Tallandes vom Rand unserer Alpen ausgebreitet.
Sowohl für den Ortskundigen wie den Gast, der die „Chiemgauer“ zum ersten Mal erlebt, ist dieses Buch eine Offenbarung.

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Guido Knopp: Hitlers Helfer
Wer waren die Männer, die Hitler den Weg zur Macht ebneten und zu den Vollstreckern der historisch beispiellosen Schreckensherrschaft wurden? Was trieb sie zu Massenmord und Kriegshetze, in Rassenwahn und bedingungslose Gefolgschaft?
Vor dem Hintergrund des fünfzigsten Jahrestages der Nürnberger Prozesse zeichnet Guido Knopp das politische und persönliche Profil der Männer hinter Hitler, die zu den wichtigsten Stützen der Nazidiktatur wurden.
Seit Anfang der achtziger Jahre hat er mit unzähligen Menschen aus dem Umfeld der Paladine Hitlers gesprochen, hat Familienangehörige, Freunde, Mitarbeiter und andere Zeitzeugen befragt - von denen sich viele zu erstenmal äußerten - und persönliche Dokumente eingesehen. Diese Recherchen, bei denen Guido Knopp auch auf neues Material aus russischen und britischen Archiven stieß, verdichten sich zu einer Bilanz der Macht unter dem Hakenkreuz, die viele bislang unbekannte Fakten offenbart und einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen der Naziherrschaft gewährt.

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David Clay Large: Hitlers München - Aufstieg und Fall der Hauptstadt der Bewegung
„Hitlers München“ erzählt, wie und warum München zum Geburtsort des Nationalsozialismus, zur „Hauptstadt der Bewegung“ und zur kulturellen Weihestätte des Dritten Reiches werden konnte. Das Buch beginnt jedoch nicht erst in den Revolutionsjahren 1918/19 und der Weimarer Republik, sondern setzt bereits mit dem „goldenen Zeitalter“ Münchens, der Prinzregenten-Ära, ein, als die Künstler und Schriftsteller der bayerischen Metropole einige der eindrucksvollsten Werke der Moderne schufen.
David Clay Large zeigt die dunklere, protofaschistische Kehrseite dieser Epoche und verweist dabei manches Klischee über die Prinzregenten-Zeit als Paradies sozialer Harmonie, politischer Stabilität und bierseliger Gemütlichkeit ins Reich der Legende. Der Erste Weltkrieg, die Revolution und die Weimarer Jahre werden nicht nur als Zeit sozialer und politischer Krisen, sondern auch des erbitterten Ringens um Münchens kulturelle und politische Identität geschildert.
Im Dritten Reich mußte München zwar Berlin als Mittelpunkt des Naziregimes weichen, es blieb aber dessen „geistige“ Hauptstadt und wichtigste kulturpolitische Bühne. Antisemitismus und Judenverfolgung prägten die Geschichte Münchens zwischen 1933 und 1945. Die Stadt wurde Ausgangspunkt der „Reichskristallnacht“ und Schauplatz des „Münchner Abkommens“. Johann Georg Elsner und die weiße Rose scheiterten mit ihren Versuchen, der Diktatur Hitlers ein Ende zu setzen. Schließlich ereilte die Stadt der Bombenkrieg, der große Teile Münchens in Trümmer legte.

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© 2002 Beate Sachs